Traumschleife "Murscher Eselsche"

 

 

 

Wegdaten:
84 Erlebnispunkte
Länge: 10,8 km
Höchster Punkt: Dorfplatz 335 m NN
Tiefster Punkt: Forellenzucht 111 m NN

Karte
Fotostrecke
Bericht von der Eröffnung
SWR-Fernsehbericht vom 05.07.2012

"Murscher Eselsche":  Zugegeben, etwas erklärungsbedürftig ist der Name schon. Mursche? Der Ortsname Morshausen auf Hunsrücker Platt. Eselsche? Benannt nach dem Felsen, dessen frühere Form an einen Esel erinnerte.

Diese Traumschleife wurde mit 84 Erlebnispunkte zertifiziert. Einer von nur 12 zertifizierten Wanderwegen (über 250 Stück) in Deutschland, die mehr als 80 Punkte erhalten haben.

Die Wanderung startet am Dorfplatz, wo in der alten Dorfschule schon Jakob Kneip die Schulbank drückte. Der Heimatdichter wurde 1881 in Morshausen geboren.

Nördlich von Morshausen geht es mit weiten Ausblicken bis weit in die Eifel Richtung Baybachtal. Der Weg ins Tal führt über den historischen Zechenweg. Diesen benutzten die Morshausener Bürger bereits vor 150 Jahren um zu den Stollen der Erzgrube Theresia zu gelangen. Dort  wurde von 1859 – 1886 Erz abgebaut. Unterwegs wird man einigen Grubengeistern und einem Zechenarbeiter begegnen.

Nachdem das Baybachtal erreicht ist, ist das Hotel Forellenzucht die erste Station, die zur Rast auf der Terrasse mit Kaffee und Kuchen einlädt. Danach führt uns der Weg entlang den Fischteichen bis zum Fuß des Grubenhanges, wo das historische Zechenhaus steht.

Für die nächsten zwei Kilometer ist der Baybach unser Begleiter. Wir passieren die schön renovierte Franzenmühle und biegen kurz danach links Richtung Perdskimbel ab. Hier hat der Baybach eine tiefere Stelle, wo man früher schwimmen lernte.

Jetzt geht es wieder hoch. Wir begegnen „Hampit dem Jäger“ und erreichen bald über einen Felskamm Haacks Köppche. Der Naturfreund und Weltenbummler Georg Haack hatte in den 20er Jahren an dieser Stelle einen Naturschutzpark angelegt, mit dem er seine Verehrung für den Dichter Hermann Löns zum Ausdruck brachte.

Dann geht es über geschwungene Serpentinen steil hoch zum felsigen Aussichtspunkt, der der Traumschleife den Namen gab. Wenn man dann oben auf diesem imposanten Felsen die Aussicht genießt, weiß man, dass sich die Mühen des Aufstiegs gelohnt haben.

Zum Abschluss gibt es noch eine Abschlussrunde durch den Hinterwald. Auf einer Strecke von 500 Metern sehen wir drei Aussichtspunkte, von denen je einer nach Süden, Westen und Norden blickt.

Am Ende dieser Runde erreichen wir das Dorf. Am Waldrand grüßt ein Naturdenkmal, das wirklich niemand übersehen kann, die Jakob-Kneip-Eiche. Der imposante Baum ist ca. 700 Jahre alt und hat einen Stammumfang von mehr als 6 m. Die Madonna vor der Eiche wurde 1951 von Jakob Kneip gestiftet.

Zum Schluss gibt es noch eine kleine Runde durch den Ort. Es geht vorbei an den schön renovierten Fachwerkhäusern „Finke“, „Dinnes“ und „Dommerscher“, dem Schwengelbrunnen, den man eher in der ungarischen Pußta vermutet hätte, der St. Lambertus-Kirche und dem alten Backhaus, das auch das Jakob-Kneip-Museum beherbergt.

Zum Abschluss empfiehlt sich noch eine Einkehr im Gasthaus Schmitt. Der Familienbetrieb ist zertifizierter Wandergastgeber und feierte im Jahr 2011 sein 100jähriges Bestehen. Direkt daneben befindet sich das Haus „Threse“, das Geburtshaus von Jakob Kneip.

Karte Fotostrecke Bericht von der Eröffnung SWR-Fernsehbericht vom 05.07.2012  

www.murscher-eselsche.de