07.05.06 Muascher Usdere

Am letzten Sonntag wurde in Morshausen die „Muascha Usdere“ gefeiert. Das ist nicht, wie vielleicht fälschlicherweise angenommen, ein Festival mit südamerikanischer Musik, sondern das Fest stammt ursprünglich aus einer Zeit, in der es hier im Hunsrück noch keine Autos gab.

Damals gingen die Morshausener Kommunionkinder in Beulich zur 1. hl. Kommunion. Um den Kindern den Heimweg und später wieder den Weg nach Beulich zur nachtmittäglichen Andacht, zu ersparen, blieben die Kommunionkinder aus Morshausen bei den Familien der Kommunionkinder aus Beulich, bei dem sogenannten „Gener“. Zwei Wochen nach dem weißen Sonntag, kamen im Gegenzug die Beulicher Kinder nach Morshausen. Kurt erinnert sich, dass es an „Muascha Usdere“ sogar schon Tanzmusik gegeben hätte. Zitat Kurt: „Dann sin die Beilijer no Mursche komm, un hon sich alles wira zereck gehult.“ Kurt, aber auch die Beulicher sagten, dass es in beiden Dörfern immer noch ältere Leute gibt, die gerne von ihrem „Gener“ berichten.


Wegen der „Muascha Usdere“ wurde freitags schon Brot im alten Backes gebacken.

Dieses mal hatte das Back Team tatkräftige Unterstützung durch die Vorschulkinder des Kindergartens Gondershausen.
Nachdem die Brote gebacken waren, wurden diese, bei schönstem Maiwetter, vor der Backstube verkauft.


Wer wollte, durfte auch ein Stück leckeren “Äbbelplatz“ probieren.


Am Sonntag wurde dann in der Bürgerhalle das eigentliche Fest gefeiert. Nach dem Gottesdienst gab es Mittagessen und später Kaffee und Kuchen.
Natürlich waren auch ein paar Beulicher da, so wie es sich für die Muascha Usdere gehört.


Manche Leute munkelten auch, dass sogar das Griesmännchen zu Gast war.



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