Adventbasar 2012

Traditionell findet jedes Jahr wechselweise der Adventbasar entweder in Mursche oder Beylich statt und zwar immer am letzen Sonntag vor dem ersten Advent. Das ist auch logisch, denn dann kann jeder Bastelmuffel das eigene Bastelequipment auf dem Speicher lassen und auf dem Basar hochwertige Dekoration und traditionelle Adventskränze kaufen. Der gesamte Erlös wird einem karitativen Zweck zugeführt.
Dieses Jahr waren vorab die Messdiener in Stäins zugange und backten – eigens für den Verkauf auf dem Basar – leckere Plätzchen. Der liebe Leser sollte wissen, dass Stäins eines der ältesten Häuser von Mursche ist und unter Anleitung von Stäins Gisela zu einem schmucken Hunsrücker Bauernhaus restauriert worden ist. Selbst die Außenküche – in der Toscana in lauen Sommerabenden tatsächlich in fast jedem Haus usus – ist so gemütlich eingerichtet, dass sie einer Erstküche in nichts nachsteht. Jedenfalls konnten die Meßdiener in Giselas Küche nach herzenslust backen. Geholfen haben ihnen Gisela, Manuela und Anja. Der Erlös aus dem Plätzchenverkauf floss sowohl in die Messdienerkasse als auch in die Kasse des Adventsbasar.
Auf einer Fläche von gewiss 15 qm waren die untschiedlichsten Weihnachtsbasteleien ansprechend aufgebaut.
Leider fiel es dem  diensthabenden Onlinefotografen viel zu spät ein, dass noch ein Bericht für die Murscher Homepage geschrieben werden soll und griff zu einem Zeitpunkt dann endlich doch mal zur Kamera, als auf dem riesigen Tisch nur noch die kläglichen Überreste des weihnachtlichen Ansturmes zu ergattern waren. Immerhin: Auf einem Foto ist zwar nicht die reichhaltige Fülle der Bastelwerke zu sehen, aber dennoch lässt sich unschwer erkennen, dass die liebevollen Kunstwerke von kreativen und kunstfertigen Händen geschaffen worden sind.
Die Murscher Gitarrenkinder – gibt es dafür eigentlich einen Namen? – spielten unter der Leitung von Steffi Weihnachtslieder für die Gäste. Während die einen dabei gemütlich ihren Kaffee tranken und den leckern Kuchen aßen, sangen die anderen bei den bekannten Lieder wie „ihr Kinderlein kommet“ leis mit. Der Kuchen war überaus lecker und wurde in großen Mengen und verschiedensten Geschmacksrichtungen angeboten. Die Murscher Frauen backen besser, als jeder Konditor, sagenhaft. Bis auf ein paar winzige Stückchen war am späten Nachmittag dann auch alles vertilgt.
Der Adventskalender (in Form von Mursche als Papierwinterdorf) stand dieses Jahr wieder als Losbude für die Kinder bereit. Das Prinzip hatten alle verstanden, es wurden jede Menge Lose gekauft und Preise gewonnen.  Nur Philipp sah die Sache wesentlich praktischer und spielte kurzerhand mit dem Schön-Steh-Dorf.
Auch die Einnahmen für die Lose flossen komplett in die Kasse für den karitativen Zweck.
Da schon bald der Hunger auf etwas herzhaftes einsetzte, kamen die heißen Würstchen und die selbstgemachten Nudel- und Kartoffelsalate gerade recht. Nur der Glühweinstand kam draußen vor den Toren etwas schlechter davon, es war drinnen zu gemütlich und draußen zu warm – lange nicht in der Nähe von null Grad Celsius. Also – sagten sich die diensthabenden Glühweinvertreiber – macht nix, „tringe ma en halt selewwa, prost!“
Es gab auch zwei Schätzfragen und gleich mehrere Gewinner. Auf die Frage „Wie alt ist die Murscher Kirchturmuhr?“ antworteten Mallodde Irmgard, Hafahannes Mischael, Haschenu und Seisjes Will richtig und gewannen je einen Gutschein von 20 € für unser Dorfgasthaus Wisjes. Die richtige Antwort lautet: 1870
Die zweite Frage wurde – von Alf dicht gefolgt – von Vins richtig beantwortet. Er ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und legte erst mal ein paar Würfelzucker vor sich auf dem Tisch zurecht und schätzte nach genauer Überlegung: In einem 1000g Päckchen Würfelzucker sind 333 Würfel drin. Fast richtig (und Alf hätte es mit seinen 340 ebenfalls fast geschafft), Vins gewann ein großes Packet Waschpulver. Genau richtig wäen 336 gewesen.
Allen Lesern ein frohe Adventszeit, bleibt recht brav und wer dieses Jahr immer noch nicht auf dem Basar gewesen ist: Net schlemm, en zwo Joahr isset widda suweit.