Kirmes in Mursche - wie jedes Jahr voller Tradition und voller Überraschungen. Wie et sisch gehiert.

Erst mal Kirmesbaum aufstellen. 

Ganz schön auffällig: Zumindest in Mursche kann die Demographie noch hoffen. 


Die Kids wachsen da noch rein, aber hier stehen die gestandenen Schaffer: Baum raus aus dem Wald, rauf auf die Wiese und: Kirmes is.

Dieses Jahr war die Kirmes ganz besonders schön - zumindest strahlen dieses Signal die Gäste aus. Leider gibt es überwiegend Fotos vom Sonntag - net schlemm! Wir schreiben auch ohne Fotos. Freitag Abend Schock-Turnier, huhhh! Jede Menge Qualm und Alk - dicker Kopp vorprogrammiert. Och net schlemm - Spaß stand im Vordergrund und der diesjährige Schock-König: 

Rüüüüüüüüüd! Yeah. Auf dem Foto leider ohne Krone zu sehen ...

och net schlemm, wichtig zu wissen: Rüd hat seinen Gewinn der Flüchtlingshilfe gespendet und der zweite und dritte Platz (Kase und Diefrau) haben es ihm gleich nachgemacht. Die Spende kommt den Flüchtlingen in unserer Region direkt zugute, indem ihnen Sprachunterricht geboten, Fahrräder geflickt, Freizeittouren geplant und durchgeführt werden und vieles mehr. Wer zu dem Thema "Flüchtlinge in unserer Region" mehr wissen möchte, findet Infos auf Facebook unter "Flüchtlingshilfe in der Region Emmelshausen". Eine Internetseite dazu ist gerade im Aufbau.

Ganz schön stolz war Jan auf seinen ersten selbst gebackenen Kuchen. Mit Recht! Der sah gut aus und war lecker!
Fanden die Gäste auch, es blieb kein einziges Stück übrig.

"Fröhliche Murscher überall" - okay, auf dem Foto ist genau ein waschechter Murscher zu sehen ...

... aber mit diesem Lied hat der jung gegründete Chor "Kein Ton Sitzt" sein Dreiviertel-Stunde-Unterhaltungsprogramm begonnen und zwar in Begleitung der Band "Schief und Schepp".

Holle - auf dem Foto recht bedröppelt, weil er gerade Jack aus "Hit the road" darstellt - hat als musikalische Leitung sowohl Chor als auch Band professionell eingenordet, so dass die Darbietung tatsächlich hörens- und sehenswert war - zumindest war das Zuhörerherz tolerant und offen für den Mut der jungen Künstler.

Einen der besten Acts bot Sima, die aus Syrien stammt, seit einiger Zeit mit ihrem Mann und drei Kindern in Emmelshausen wohnt und für unsere Gäste das "Vater unser" auf aramäisch sang. Wow! Wir gehen davon aus, dass die meisten im Saal zum ersten Mal die Sprache gehört haben, die Jesus gesprochen hat. 

Unser fröhlichster Fan: Kölner Peter.

Der Kölner Peter ist nicht nur Wahlmurscher sondern auch der erste - und wahrscheinlich einzige - freiberufliche Katholik. Die Bedeutung dieser Berufsbezeichnung kann der interessierte Leser beim Peter selbst erfragen. Ist aber auch nicht das, was Peter einzig ausmacht. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal: Wenn es der Menschheit weiterhilft, bewegt er sich auch mal im Rampenlicht.

Und was der Kölner anfängt, lässt den Hunsrücker nicht lange kalt: Murscher Tzaziki auf "Griechischer Wein".

Und kurz vor dem Auftritt hat der Chor es nach nur fünf Proben geschafft, auch wirklich den Einsatz beim Chorleiter abzuholen - ein Blick auf das Zeichen des Tonangebers genügt und alle fangen gleichzeitig an zu singen. Ganz erstaunliche Feststellung, die den Chor in professionelle Sphären gehoben hat.

Okay, die Nummer war wirklich komisch - es durfte gelacht werden.

Am Schluss noch ein abgerundetes Tschüss in Form von "Fröhliche Murscher überall" und der Saal dankte mit tosendem Applaus und einer wirklich dicken Spende in die Spendenbox für die Flüchtlingshilfe. An dieser Stelle noch Mal ein herzliches Dankeschön an alle, die ihren Beitrag für unsere in Not geratene Mitmenschen aus anderen Ländern leisten.

 

Und nun noch einige Fotos voller Esprit

- an welchem der drei wunderbaren Kirmesabende diese jeweils entstanden sind, wissen wir leider nicht. Is awa och net schlemm - Hauptsache es war schön und ...




... herzlich und ...



.... verbindlich und ...


... treulich und ...


.... erfreulich. Bis auf das nächste Wiedersehen auf der Murscher Kirmes, wenn es wieder heisst: Auch dieses Jahr wieder ohne ...