Ostern 2017: Zweifler an Ostern

"Während der Ostertage dürfen ob der Trauertage keine Glocken geläutet werden. Aus diesem Grund gehen die Kinder mit sogenannten Rumpelkästen durch das Dorf, um die Tageszeiten auszurufen und die Leute gegebenfalls in die Messe zu bitten.“ So steht es geschrieben (vgl. Brauchtum/Ostern auf dieser Homepage).

Doch wiederholt melden sich in diesem Jahr Zweifler zu Wort, teils waschechte Murscher, teils Besuch aus der weiten Welt. Sie haben alle gemeinsam, dass sie die Sache mit den Glocken nicht verstehen: Wie können die Glocken nach Rom geflogen sein, wenn sie doch die Uhrzeit anläuten? Kein Morgen-, Mittag-, Abend- oder Messgeläut ist zu hören, das Geläut der Uhr aber schon. 

Wir - zumindest der nicht-atheistische Teil der Online-Redaktion - finden: Wenn schon, denn schon! Anläuten der Uhrzeit ist gepfuscht.

Also ist es auch völlig okay, dass von Donnerstag auf Freitag die Rombeler ein Mal mehr durch Mursche liefen, als es sonst laut Brauch üblich ist: Konsequent (dem Pfusch gezollt?) bewegte sich zwischen 2:00 Uhr und 3:00 Uhr eine ausdauernden Truppe (überwiegend volljähriger?) Bürger durch Mursche und rumpelten ordentlich drauf los. Zwischendurch die sehr kräftige Aufforderung „aus da bedda!“ 

Was war das? Hatten sich die diesjährigen Rumbeler gedacht, die Glocken läuten ja schließlich auch zwischendurch? Oder waren es gar die Beulicher, die schon Mal ihre Antwort auf den 1. Mai 2016 vorbereiten?

Nachfolgend noch ein Link zu unserem Bericht von 2012: Karbräuche in Morshausen