24.04.1999:

Das Jakob-Kneip-Museum ist im Rahmen eines gelungenen Backesfestes eröffnet worden

 

Jagdhornbläsergruppe Ehrbachklamm

Nun ist es soweit: der Dichter aus unserer Heimat, Jakob Kneip hat in seinem Geburtsort Morshausen ein Museum erhalten. Einige Morshausener Bürger opferten viele Stunden ihrer Freizeit, um das Backhaus zu renovieren, das Museum einzurichten und die Einweihungsfeier zu arrangieren. Am Samstag, dem 24.04.1999 wurde um 14.00 Uhr die Veranstaltung durch die Jagdhornbläsergruppe Ehrbachklamm unter der Leitung von Hermann Josef Müller eröffnet.


RednerOrtsbürgermeister Kurt Biersch hieß die Gäste Willkommen und bedankte sich ausführlich bei den Helfern und Unterstützern des Projektes. Danach folgte die Festansprache des Regierungspräsidenten Gerd Danco, der in seiner Ansprache den Bogen zu den anderen Dichtern und Künstlern der Region spannte. Anschließend erinnerte Dr. Stephan Berning auch persönlich an Jakob Kneip.
Der Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises Bertram Fleck sprach von der guten Zusammenarbeit zwischen Morshausen, Landratsamt und Regierungspräsident und lobte Morshausen als gern- und vielbesuchten Flecken im Hunsrück. Verbandsbürgermeister Peter Unkel erwähnte die moderne und vorausschauende Lebensphilosohie des Dichters und der Vertreter des Landeshauptarchives, Dr. Bertram Resmini, entwarf in seiner kurzen Ansprache eine Edelstein-Typologie von Jakob Kneip.

Anschließend trug die Enkelin des Lehrers von JK, Hildegard Luxem, ihren Essay über sein privates Leben vor. Durch die Erzählungen ihres Großvaters konnte Frau Luxem Einblicke in das alltägliche Leben des Dichters geben. Der Mundartvortrag über Drese Jakob von Alfons Hammes sorgte für Begeisterung, unüberhörbar auch das Lachen bei dem anwesenden Regierungspräsidenten. Zum Schluß wurde der Backes und das Museum durch Pastor Strickstrock eingesegnet.


Gäste

Die große Zahl der Gäste hörte auch auf den Seitenplätzen geduldig zu und konnte nach den Vorträgen noch Auszüge aus einer Tonbandaufnahme hören, auf der Jakob Kneip persönlich die erste und letzte Strophe seines Gedichtes 'Das Backhaus' las.


Bierbrunnen

Nach diesem etwa zweistündigen Programm begann der gemütliche Teil des Tages. Die Besucher wandten sich den kulinarischen und kulturellen Genüssen zu.

Den Gaumenfreuden konnte man im Backraum, im Zelt und am Bierbrunnen nachkommen. Letzterer war schon während der Vorträge trotz des kühlen Wetters gut frequentiert gewesen.
Brotmahlzeit

An diesem Tag wurde auch der Backraum neueröffnet und allein für diesen Tag 75 Brote gebacken. Bis auf den Testlauf vor wenigen Wochen war dies das erste Mal seit über 50 Jahren, daß der Backes in seiner ursprünglichen Funktion gedient hatte. Die Brote waren meisterhaft gelungen und konnten als leckere Wurst- und Schmalzschnittchen im Backhausambiente genossen werden.


Innenräume des Museums

Die Museumsräume waren in aufwendiger Arbeit restauriert und mit Exponaten bestückt worden. Diese bestehen neben Fotografien vor allem aus den Werken Jakob Kneips sowie einer Vielzahl von Briefen und anderen schriftlichen Dokumenten.

Dank der Ausdauer vieler Helfer konnte ein Ambiente geschaffen werden, das den Werken des Dichters einen geeigneten Rahmen verleiht. Daß der Backes, der in den Werken Jakob Kneips immer wieder auftaucht, nun als Heimatstatt für das ihm gewidmete Museum dient, wird von vielen als besonders angemessen empfunden.


GlasvitrineDer Enge der Räumlichkeit wurde mit der Aufstellung von Glasvitrinen begegnet. Dadurch konnten der gemütliche Charakter der Räume erhalten und dennoch viele Exponate übersichtlich angeordnet werden.

Glasvitrine


Multimediapräsentation

In der Kirche wurden mit Hilfe eines Beamers die Internetseiten von Morshausen, unter anderem mit der neuen Bildergalerie, auf eine Leinwand projeziert. Dank der großzügigen Örtlichkeit hatten viele Zuschauer die Möglichkeit, die Präsentation zu verfolgen.
Spenden der BankSpenden der Bank

Die Direktoren der VOBA Koblenz, Herr Simon, und der Kreissparkasse Simmern, Herr Merten, überreichten dem Ortsbürgermeister Kurt Biersch je einen Scheck zur Unterstützung des Museums. Neben diesen großzügigen Spenden gab es eine Vielzahl weiterer erheblicher Zuwendungen von Unternehmen und Privatleuten aus der Region. So trugen allein die Pächter Alex von Essen und Wolfram Schaeben mit insgesamt DM 10.000 spürbar zur Finanzierung der aufwendigen Innenausstattung bei.



Gäste am Bierbrunnen

Der Kälte zum Trotz war im Zelt eine Heizung installiert, so daß der Festlichkeit noch bis spät in die Nacht in gemütlicher Runde beigewohnt wurde.

Am Tag darauf wurde um 17.00 Uhr eine Messe zum Gedenken an Jakob Kneip gehalten und anschließend der Tag beim Dämmerschoppen im Festzelt zum Ausklang gebracht.



Design und ©1999 by nespri.de