13.07.99:

Arno hat Sturmfrei

Das ist er: der jüngste Sohn vom Köbes - immer gut drauf, immer auf Stimmung aus. Kurzentschlossen hat er seine Eltern nicht nur in Urlaub geschickt, sondern auch noch Haus, Hof und Gastwirtschaft für ein paar Tage übernommen. So etwas spricht sich schnell rum und nicht wenige nahmen sich Urlaub, um mit Arno zu feiern.


Der Arnotag begann um ca. 10.00 Uhr. Was keiner wußte: er hatte eine bestimmte Getränkevorwahl getroffen und dank seiner wachsamen Augen, seinen flinken Händen und seinem wendigen Körper hatte kein Gast die Chance, diesen Getränkevorstellungen zu entgehen. Eine eingeschmuggelte Bierflasche wurde sofort konfisziert.

Der allmorgendliche Stammtisch mußte sich zwar noch auf die ungewohnte Situation einstellen, kam aber relativ schnell mit diesen Umständen zurecht.


Damit die non-stop-Befüllung auch von allen gut vertragen werden würde, stellte Arno emsig ein paar Leckereien (junk food) auf die Theke. Die meisten nahmen diese Option dankbar an.

Der Mann links im Bild sollte eigentlich auf der Baustelle der Autoren arbeiten. Kurzfristig hatte er sich entschlossen, bei Arno sein Mittagessen einzunehmen. Gleich im Anschluß gönnte er sich eine Kaffepause und ließ diese bis in den Feierabend gemächlich ausklingen.


Etwa zur Essenszeit traf auch Hebbes ein. Allerdings war er einer der wenigen, die noch nichts von dem Arnotag gehört hatten. Er war eigentlich nur zu seinem üblichen 'Bier beim Köbes' vorbeigekommen und staunte nicht schlecht über die Zustände, die dort plötzlich herrschten. Dennoch nahm er dankbar ein frisch gezapftes Bier entgegen.


Der neue und der alte: auch die Murscher Bürgermeister (der ehemalige sitzt links) gönnten sich ein frisch gezapftes. An den strahlenden Gesichtern erkennt man, daß die erfreuliche Abwechslung zum Flaschenbier sehr willkommen war.


Und dies ist das Bier: Kölsch!

Arno wohnt seit Jahren in der Nähe von Köln. Von Zeit zu Zeit versucht er, die fröhliche Mentalität der Rheinländer bis nach Morshausen zu tragen. Fast immer gelingt ihm das. Dieses Mal hat er literweise Bier der Sorte 'Früh' mitgebracht. Sogar ein 'Faßpult' hat er eigens einen Tag vorher angefertigt. Dadurch lief das Bier sehr schnell und das letzte Faß war bereits um 14.35 Uhr geleert! Arno hatte die prekäre Situation jedoch schon eine knappe Stunde zuvor erkannt. Mit Kennermiene betrachtete er sich seine Gäste und pickte zielsicher die einzige nüchterne (Wassertrinkerin) heraus.


Diese fuhr los, um weitere Bierfässer zu besorgen. Gerade noch rechtzeitig kam sie mit dem Nachschub zurück. Wenige Sekunden später wären die meisten Gäste auf herkömmliches Bier umgestiegen. So blieb die gute Laune erhalten und ein Ende der Feier war nicht abzusehen.


Die meisten vertrugen dieses Bier sehr gut, die wenigsten wurden müde oder gar aggresiv.


Jeder erlebte den 'Kölner Rausch' auf seine Weise und noch viele Stunden lang.

Kaum jemand schaffte den Heimweg vor Anbruch des nächsten Tages. Gerüchten zufolge sind die Krankmeldungen der (überwiegend) männlichen Morshausener drastisch in die Höhe gestiegen. Nur Arno - der lebt weiter, als sei nichts gewesen.



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