17.09.-19.09.99:

Kirmes mitten im Dorf

Morshausen hat die St.-Lambertus-Kirmes gefeiert und sie war ein voller Erfolg. Dies hing vielleicht auch damit zusammen, daß in diesem Jahr das Zelt mitten im Dorf aufgebaut worden war - in jedem Fall aber hat das traumhafte Wetter einen wesentlichen Beitrag geleistet. Dicht gedrängt in und vor dem Zelt blieben die Gäste länger als in manchem Vorjahr und steigerten damit den Umsatz nicht unbeträchtlich. Aber nun mal der Reihe nach mit unserem Bericht:


Am Freitag ist das Zelt von einigen Helfern aufgebaut worden. Da diese ganze Arbeit ehrenamtlich ist, geht die Bierpause natürlich auf Kosten der Kirmesjugend.


Am Abend wurde im Jugendraum eine Party veranstaltet, bei der unsere Online-Fotografin allerdings so sehr mit Feiern beschäftigt war, daß sie das Fotografieren für diesen Bericht vergaß. Wer also Partybilder sehen will, sei alternativ auf unseren Bericht von der letzten Sylvesterparty verwiesen.

Am Samstagnachmittag wurde der Kirmesbaum aufgestellt. Im Großen und Ganzen verlief das wieder sehr professionell. Doch ein Blick auf die Spitze beweist: wieder ab. Deshalb muß der Baum leider schon nach zwei Tagen wieder weichen.


Um 18.30 Uhr wurde das erste Faß angestochen und der Abend begann. Gespannt wurde auf die Lösung des Rätsels um die auftretende Band gewartet. Auf den Plakaten war sie groß angekündigt worden als die Strawpuppets aus Morshausen. Sie sollten ab 20.30 Uhr mit ihrem Programm aufwarten und man munkelte, daß sie sehr flexibel seien und geradezu jeden Musikwunsch erfüllen könnten.


Um 20.55 Uhr war es dann endlich soweit: Die Strawpuppets begannen mit ihrem Programm. Die ersten Reaktionen der Gästen schwankten von Freude über Erstaunen bis hin zu blankem Neid.


Und das ist die Band: eine Zweierformation mit Keyborder und einem singendem Gitarristen. Am Anfang schauten sie etwas verkniffen, aber sie hatten sich recht schnell an das Puplikum gewöhnt. Ihre etwas abgehackten Bewegungen taten der Qualität der Musik keinen Abbruch. Sie spielten ihre Lieder fehlerfrei und unterhielten ihre Gäste pausenlos an beiden Tagen. Sehr preisgünstig waren sie auch und bescheiden: kein Getränk und kein Essen mußte für sie serviert werden. Die beiden Biere, die Herr Strickstrock Ihnen spendierte, reichten für das gesamte Wochenende.

Am Abend wurde neben Grillgut auch selbstgebackenes Backesbrot mit Wurst und Käse angeboten. Das war eine echte Hausmacher Leckerei, bis auf den Käse und die Butter alles von Morshausenern zubereitet.


Und dies ist ein Teil der fleißigen Helfer, die das Fest möglich machten. Die Gäste wurden alle gut versorgt und feierten bis tief in die Nacht hinein. Nicht alle gingen am nächsten Morgen zum Hochamt...


...aber die meisten zum Frühschoppen. Als Mittagessen gab es wieder Gegrilltes und zusätzlich Spießbraten mit warmen Kartoffelsalat. Alles von den dorfeigenen Metzgern, die rechts im Bild zu sehen sind.

Ab 15.00 Uhr wurde der Kuchenhunger gestillt und die Gäste füllten sich weiterhin recht voll.

Genau wie das Brot waren auch die Kuchen von den Dorfbewohnern gebacken und gespendet worden.


Hier noch ein paar Stimmungsaufnahmen vom Sonntagnachmittag.

Die jüngeren konnte sich auch im Jugendraum aufhalten. Sogar Menschen unterhalb des Teeniealters waren dort ausnahmsweise zugelassen,...

...bevor er Abends zur Sektbar umfunktioniert wurde.


Die Gäste hatten auch die Möglichkeit, sich das Jakob-Kneip-Museum anzuschauen. Diese Option wurde reichlich ausgenutzt


Die Besucher amüsierten sich weiterhin rund um den Backes und feierten auch an diesem Tag wieder bis ziemlich weit in die Nacht. Der Herr im blauen Hemd hat sein Glas mit köstlich kühlem Weizenbier extra für unsere Amerika-Immigranten vor der Kamera positioniert, Prost!

Um ca. 4.00 Uhr wurde das Fest beendet und die ersten Helfer tauchten schon um 9.00 Uhr wieder auf, um mit dem Abbau des Zeltes zu beginnen. Sie arbeiteten mit wenigen Leuten sehr schnell, so daß am Nachmittag keine Spuren des Festes mehr zu entdecken waren. Ganz besonders zu erwähnen: der Gastabbauer Kista aus Beulich.


Sehr früh wurde dieses Jahr der Kirmesbaum abgesägt. Der Baum vom vorigen Jahr war erst vor wenigen Tagen entfernt worden. Der diesjährige Stamm stand offensichtlich nicht ganz sicher in seinem Loch. Mal gespannt, ob nach der nächsten Kirmesbaumaustellung die Feierlichkeit genauso gut wird, wie dieses Jahr.


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