24.12.1999:

Wertvolle Funde bei der Morshausen-Brodenbacher Großbaustelle bescheren 'Weisse' Weihnachten

Da staunten die Mitglieder des Gemeinderates von Morshausen nicht schlecht: über 25 wertvolle Waschmaschinen, Kühlschränke und Herde sind in dem Hang des derzeitigen Strassensanierungsgebietes (siehe Bericht) entdeckt worden. Es war eine selbstverständliche Kleinigkeit, die verlorenen Geräte dort bei feuchtkalter Witterung zu bergen und in den Räumlichkeiten des in diesem Jahr renovierten Backhauses unterzubringen.

Besondere Freude wurde beim Anblick des reichen Sortiments an Waschmaschinen empfunden. Seitens der Finder erscheint es unwahrscheinlich, dass ein einzelner Pechvogel auf einen Schlag seiner Geräte verlustig geworden ist. Vielmehr wird der These, daß es sich hierbei um mehrere Pechvögel handelt, der Vorzug gegeben. Aber Glück im Unglück - sie sind an einen ehrlichen Finder geraten. Die Geräte können jederzeit gegen Zahlung eines kleinen Finderlohns über unseren Ortsbürgermeister Horst Schmitt zurückgenommen werden.


Den Maschinen hat der Aufenthalt in der freien Natur kaum geschadet - im Gegenteil: viele haben durch ihre Verbindung mit Tannennadeln, Walderde und Kleinstlebewesen unserer heimischen Fauna noch an Charakter gewonnen und gehören gerade zur Weihnachszeit im Grunde auf jeden wohlsortierten Gabentisch. Dort könnten Sie auch im nächsten Jahr landen, denn wo sich der ursprüngliche Besitzer nicht mehr finden läßt, wird der ein oder andere die Chance ergreifen und seinen Lieben eines dieser Schnäppchen sichern.

Gerade dieses Bild zeigt eindrucksvoll, wie gut die Bedienelemente erhalten sind. Vielleicht erkennt auch jemand dieses Gerät als das seines Nachbarn - dann würden wir uns freuen, als erstes informiert zu werden, damit wir die frohe Überraschung selbst zusammen mit unserem Gemeindemitglied Ottmar Castor und seinen Kollegen überbringen können.

Aber es wurde durchaus nicht nur weisse Ware gefunden. Stolz präsentiert Horst Schmitt diesen neuwertigen Auspuff, dessen Wert durch den Verlust des Preisschildes nur annähernd geschätzt werden kann. Auch hier freuen wir über jeden Hinweis von Lesern, die diesen Puff auskennen.

An dieser Stelle sei gerade der Hobby-Mechaniker gewarnt, der solches Zubehör einfach nur mit Tesafilm oder Uhu-Alleskleber dauerhaft an seinem PKW befestigen will - in der ersten stärkeren Kurve schon kann es bedingt durch hohe Fliehkräfte zur Abtrennung des gerade erst erworbenen Teils kommen - die Ortsgemeinde und ihr Vorstand sind die lachenden Dritten.


Das gilt selbstverständlich auch für die Reifenmontage, bei der die notwendige Sorgfalt oft sträflich vernachlässigt wird, so daß es zu derartigen Ablösungserscheinungen kommt. In diesem Fall hatte der Fahrer wahrscheinlich sogar Glück, denn seine Felgen dürften eine wesentlich bessere Traktion als das bedauernswerte Profil dieser Mäntel geliefert haben. Der einzelne oder in Gruppen ("Rufeln") im Wald auftretende gemeine Autoreifen (lat. Rollus Opelus) erfreut jeden Naturfreund - dennoch hat sich die Gemeinde auch hier im Interesse des ursprünglichen Besitzers entschieden, und für eine Chance zur Selbstabholung gesorgt. An dieser Stelle wird mit einer kleinen Fotostory über das Wiedersehen, sollte es stattfinden, berichtet werden.


Es wäre noch viel über die kleinen und großen Überraschungen zu schreiben - aber erfahrungsgemäß wird der Text zum letzten Bild nicht mehr richtig gelesen. Die Ausstellung im Murscher Backes bleibt noch mindestens über die Weihnachtsfeiertage erhalten. Besuchsinteressierte melden sich bitte an den Ortsvorstand oder per eMail an schewwe@morshausen.de.



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